Du interessiert dich für das Kompostieren von Grünabfällen mit Kompostwürmern. Hier habe ich dir die wichtigsten Fakten im Überblick zusammengestellt.

  • Bei der Kompostierung werden biogene Abfälle wie Gemüse- und Obstreste, Rasenschnitt, Blätter und andere pflanzliche Teile von Bakterien und Mikroorganismen zersetzt.
  • Kompostwürmer fressen die Bakterien und Mikroorganismen zusammen mit den Pflanzenresten und bilden daraus ein Erdsubstrat. Diese wird Wurmkompost, Wurmerde oder auch Wurmkot genannt.
  • Neben wichtigen Inhaltsstoffen wie Kohlenstoff, Phosphor und Stickstoff enthält der Wurmkompost vor allem eine hohe Anzahl an Bakterien und Pilzen. Diese fördern das Pflanzenwachstum nachhaltig.
  • Nicht jeder Regenwurm eignet sich zur Kompostierung mit Würmern. Die meisten Regenwürmer die du im Garten sammeln kannst würden bei dir drinnen nicht überleben.
  • Spezielle Kompostwürmer wie der Rotwurm (Eisenia fetida) oder der Riesenrotwurm (Eisenia hortensis) leben an der Erdoberfläche. Sie suchen nicht grössere Erdtiefen auf und eignen sich daher für einen Wurmkomposter bei dir zu Hause.
  • Nach starkem Regenfall ist dein Garten voller Regenwürmer? Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um den Tauwurm (Lumbricus terrestris). Er hat einen abgeflachten Körper und eignet sich ebenfalls nicht für das Kompostieren von Grünabfällen.
  • Kompostwürmer sind bei idealen Bedingungen in der Lage ihr eigenen Körpergewicht an organischem Abfällen pro Tag zu fressen. Auch wenn bei Wurmkompostern diese Bedingungen selten ideal sind, vermögen die Tiere eine grosse Menge an Abfällen zu Wurmerde zu verarbeiten.
  • Du kannst damit rechnen, dass deine Kompostwürmer rund ein Viertel bis die Hälfte ihres Körpergewichts pro Tag fressen. Bei 800g Würmern werden 200 bis 400g organische Abfälle pro Tag zu Wurmerde verarbeitet.
  • Regenwürmer mögen kein Sonnenlicht. Sie besitzen keinen UV-Schutz und sterben recht schnell, wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind.
  • Kompostwürmer wie auch alle anderen Regenwürmer mögen keinen zu starken Regen. Da die Tiere in der Erde in Röhren leben, drohen diese bei starken Niederschläge zu überschwemmen. Da die Würmer nicht schwimmen oder unter Wasser atmen können, drohen sie zu ertrinken.
  • Kompostwürmer sind Zwitter und besitzen sowohl weibliche wie männliche Geschlechtsmerkmale. Sie brauchen jedoch einen Partnerwurm zur Paarung.
  • Die Kompostwürmer legen keine Eier im klassischen Sinn. Der zitronenförmige, durchschimmernde Wurmkokon enthält jeweils einen bis zwei Babywürmer.

Author Alain

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code